| Autor |
Nachricht
|
| Chris |
Verfasst am: 20.02.2009 16:24:01 Titel: Außenwelt bringt Überlebenden des Jahrhunderttsunami den Tod |
|
|
Anmeldungsdatum: 20.02.2009 Beiträge: 1
|
Der Kontakt mit der Außenwelt bringt den Tod zu den indigenen Völkern der Andamanen, die bekanntlich den Tsunami am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 überlebten. Die Andamanen sind eine Inselgruppe Indiens.
Acht Mitglieder der Onge starben in diesem Monat, nachdem sie eine unbekannte Flüssigkeit aus einem Behälter getrunken hatten, der an den Strand ihres Inselreservats geschwemmt wurde.
Berichten zufolge retteten sich die Onge im Jahre 2004 selbst, indem sie auf erhöhtes Gelände flohen, als sie sahen, dass sich das Meer vor dem Tsunami zurückzog. Die acht Personen, die diesen Monat an Gift starben, machten acht Prozent der Gesamtbevölkerung aus, die vor der Tragödie gerade einmal 100 betrug.
Im November wurde ein Mann der Jarawa in einer Auseinandersetzung mit Wilderern, die illegal im Jarawa Reservat fischten, getötet. Die Indigenen töten auch einen der Fischer.
Das Eindringen von Wilderern in ihr Land bedroht die Existenz der Jarawa, vermindert ihre Nahrungsquellen und birgt das Risiko weiterer Konflikte sowie eingeschleppter Krankheiten, gegen welche die Indigenen nicht immun sind. Die Jarawa zählen 320 Personen und haben seit 10 Jahren nur friedlichen Kontakt mit Menschen von außerhalb.
Ein Mann der Jarawa äußerte sich erstmals vor einer Kamera zu den Wilderern.
„Es ist bittere Ironie, dass diese Indigenen, die Schlagzeilen machten als sie den Tsunsami überlebten, aufgrund des Kontaktes mit Außenstehenden sterben. Sie leben seit 60.000 Jahre auf den Andamanen, aber wenn ihr Land nicht geschützt wird, werden sie ausgelöscht werden,“ so Survivals Direktor Stephen Corry heute.
Wer mehr über die Jarawa erfahren möchte, geht am besten auf die Seiten von survival-international.de
Chris _________________ Survival International ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation, die sich f?r die Rechte indigener V?lker weltweit einsetzt. |
|
| Nach oben |
|
 |
| hanta |
Verfasst am: 20.02.2009 16:47:29 Titel: |
|
|
 Site Admin
Anmeldungsdatum: 27.10.2005 Beiträge: 275 Wohnort: Gie?en
|
Das Überleben der Onge war damals ein gutes Beispiel dafür, wie wir die Deutung der Natur verlernt haben. Die meisten sind nämlich zum Strand hingelaufen, um zu schauen wo denn das Meer ist.
So traurig es ist, ist doch diese Entwicklung nur ein Frage der Zeit gewesen. ist die Regierung Indiens immer noch so strikt in der Abschirmung der Nord-Andamanen? Oder was kann man an für den Schutz der Onge noch tun.
Übrigens vielen Dank für den Artikel hier. Da ich für Andamanen bei Google auf Platz 3 nach Wikipedia bin, werde ich den gleich mal entsprechend verlinken. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
|