Laos - Vang Vieng, Luang Prabang und Vientiane Teil 1

Frühstück in Vang Vieng am Tag nach unserer Ankunft.
Die Bildergalerie auf Sebastians Webseite.
Nach unserem Aufenthalt in Vietnam flogen wir von Hanoi nach Vientiane. Am späten Vormittag landeten wir also in Laos und entschlossen uns gleich weiter nach Vang Vieng zu fahren. Dem unerschrockenenen Backpacker ist meist das Glück hold und wir konnten mit geringer Wartezeit gleich in den Bus nach Vang Vieng einsteigen. Soweit ich mich erinnere, sollte die Fahrt etwa 5 Stunden dauern. Eine lange Zeit wenn ohne Unterbrechung Karaoke durch den Bus dröhnt. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, aber für Sebastian und mich war das die erste Busfahrt des Urlaubs und dementsprechend nervig.
Zu unserer Verwunderung stieg mit uns ein schweigsamer Laote mitsamt Kalaschnikow in den Bus ein. Wir wussten zwar von Reiseführern, dass die Route 13 von Vientiane nach Vang Vieng schon mal überfallen wurde, hatten aber nichts davon gelesen, dass die Busse deshalb bewacht wurden. Jedenfalls kamen wir ohne Zwischenfälle und erschöpft aber glücklich in Vang Vieng an. Mangels freien Plätzen in Guesthouses haben wir uns dann in ein eher bescheidenes Guesthouse einquartiert.

Höhlen und Landschaft
Für den ersten Tag hatten wir uns die Erkundung von ein paar Höhlen in der Umgebung vorgenommen. Natürlich mussten dazu erst mal eigene Mopeds geliehen werden. Eine Erkundung mit Karte und auf eigene Faust ist meiner Ansicht nach oftmals erlebnisreicher als geführte Touren, selbst wenn man nicht alles findet, was man sich vorgenommen hat. Auf dem Weg zu den Höhlen machten wir weitere Bekanntschaft mit dem laotischen Geschäftssinn. Die erste Begegnung hatten wir in Vang Vieng auf der Brücke des Ortes, deren Überquerung ca. 30 Cent kosten sollte. Die nächste Geldloswerdemöglichkeit bot sich am Motorradparkplatz in der nähe der Höhlen. Die nahestehende Brücke war natürlich auch nicht umsonst. Beide Brücken waren wohlgemerkt waklige Bambusgebilde über dem Flusslauf. Irgendwie kamen wir uns ein bißchen wie auszuquetschende Geldmaschinen vor.

Die erste Höhle war Cave Hoi, die leider ohne Führer nicht betreten werden durfte. Natürlich folgte uns eine Laotin schon eine ganze Weile und vor der Höhle mussten wir dann letztendlich kapitulieren und Ihr Angebot annehmen. Cave Hoi ist ca. 3 km lang, sehr beeindruckend und feucht heiss. Am Ende der Höhle wartete aber ein erfrischendes Bad in einer Quelle auf unsere vor Schweiss triefenden Körper. Sam kam allerdings nicht ganz unbeschadet aus der Höhle, da er sich mehrere Male den Kopf und die Füsse gestoßen hatte.
Die nächste Höhle war dann nur auf dem Wasserweg zu erforschen. Mit Tubes (Traktorreifen) konnte man sich weit in die Höhle an einem Seil hineinziehen, bis letzlich das Wasser wieder flacher wurde. Von da an gingen wir geduckt noch ein paar Meter weiter bis wir an einer Sackgasse ankamen, noch ein paar Fotos machten und wieder Richtung Ausgang gingen.

Auf dem Weg zurück verabschiedeten wir uns dann recht teuer von unserer Führerin und genossen die atemberaubende Landschaft per pedes. An unseren Mopeds angekommen hies es wieder Geldbeutel zücken, für das ältere Pärchen, welches auf unsere Stahlrosse aufgepasst hatten. Für die paar Stunden Höhlen erkunden sind wir für Führerin, Mopeds aufpassen und Brücke überqueren schon einige Dollar losgeworden.


Teil 2 folgt in Kürze
Geschrieben von Hanta am 04.02.2006

