Vietnam: Hanoi, Cat Ba Island und zurück

Die Crew von links nach rechts:
Sebastian, Sam, Fenja, Hanta
und Matt. Dan war der Fotograph.
Nach einer Reisezeit von ca. 24 Stunden wovon etwa 6 Stunden Langeweile in Hong Kong mit einbegriffen sind, kam ich endlich am Nachmittag in Hanoi an. Sam und Sebastian erwarteten mich schon am Flughafen mit einem Taxi. Mehr Service kann man sich bei der Ankunft eigentlich nicht wünschen. Direkt nach unserer Ankunft im Hotel und einem kurzen Einkausbummel durch die Stadt (Bier kaufen), hielten wir es für eine gute Idee Mäxchen zu spielen.
Einmal dürstete es dem Sebastian nach seiner Zeit in Australien danach und wir mußten ja deutsches Kulturgut den Engländern beibringen. Die Engländer waren im wesentlichen Matt und Dann, die Sam während seiner Zeit im süden von Vietnam kennengelernt hatte. Svenja, Matts Freundin, war die dritte deutsche im Bunde.
Um Webspace zu sparen findet Ihr die Bildergalerie zu Hanoi und Cat Ba Island auf Sebastians Seite.
Mit dem Zug nach Haiphong
Am nächsten morgen ließen wir uns über unser Hotel ein Zugticket nach Haiphong, einer Hafenstadt der Halong Bay besorgen. Natürlich rechneten wir mit einer kleinen Provision, die sich der Hotelbesitzer einstreichen würde. Nicht aber mit der dreistigkeit uns ein ca. 1 Dollar Ticket für 5 Dollar pro Person zu verkaufen. Den Preisunterschied haben wir natürlich erst am Bahnhof bemerkt. Der Zug nach Haiphong ist eine echte Alternative zu den Touristenbussen nach Halong Bay City. Ist zwar nicht besonders schnell dafür authetisch.

Ankunft auf Cat Ba Island und Inselrundfahrt
Nach einer Nacht in Haiphong erreichten wir mit dem ersten Schnellboot Cat Ba Island. Dort haben wir uns gleich in ein nettes Hotel direkt am Hafen abschleppen lassen. Das ziehende Argument des Besitzers war der Preis von 3$ pro Tag für das Ausleihen von Mopeds. Mit denen sind wir dann auch gleich auf gut Glück ins Landesinnere der Insel gefahren, was das erste absolute Highlight der Reise war. Cat Ba Island ist einfach unglaublich schön.
Neben dem wahllosen aber wunderschönem Rumcruisen haben wir noch ein Führung durch eine Höhle gemacht. Ein alter Kriegsveteran zeigte uns die zur Bunkeranlage umgebaut große Höhle und animierte uns zu einigen Gesangsrunden mit dem Refrain "Vietnam, Ho Chi Minh"
Cat Ba National Park

Nach der Höhle stand der Cat Ba Nationalpark auf dem Programm. Im wesentlichen eine Besteigung des Aussichtspunktes mit verrostetem Aussichtsturm. Nichtsdestotrotz eine lohnende Unternehmung. Allein schon wegen dem Ausblick, aber auch wegen dem uhrigen Pfad durch den Dschungel.
Halong Bay Rundfahrt

Am Abend der Inselrundfahrt entschlossen wir uns für 2 Tage ein Boot zur Erkundung der Halong Bay zu mieten. Natürlich inkl. Koch. Ich kann jedem nur Empfehlen hier etwas mehr Geld für ein kleines Boot auszugeben. So hat man mit einer Gruppe von 3-6 Leuten ein Boot für sich und wird nicht auf großen Touristendampfern durch die Gegend geschippert.
Am ersten Tag der Rundfahrt stand Relaxen und ein kleiner einsamer Strand auf dem Programm. Abends ankerten wir in einer einsamen aber gemütlichen Bucht und genossen den Sonnenuntergang inmitten der Halong Bay fernab jeglicher Störungen. Ein wahrhaft prächtige Abschluss eines Tages während dem wir aufgrund der Schöhnheit von Halong Bay aus dem Staunen gar nicht mehr hinaus kamen.
Der zweite Tag der Rundfahrt hielt Kajak fahren und Monkey Island für uns bereit. Das Paddeln war uns zu anstrengend, also steuerten wir mit den Kajaks den nächstbesten Strand an und spielten Frisbee. Auf der Fahrt zur Monkey Island verfiehlen wir natürlich in Nostalgie über das weltbekannte Spiel gleichen Namens. In Erwartung Heerscharen von Affen, waren wir von den paar zur Schau gestellten etwas enttäuscht. Der Strand ist aber ganz nett und wer sich die scharfkantigen Klippen raufquält wird mit einem schönen Ausblick belohnt. Damit war aber auch unsere Halong Bay Rundfahrt beendet. Am späten Nachmittag erreichten wir wieder Cat Ba Island, übernachteten dort noch eine Nacht und machten uns dann wieder auf nach Hanoi.
Zurück in Hanoi
Um Zeit zu sparen wählten Sam, Sebastian und ich diesmal den Weg über Halong Bay City. Wir hofften noch am selben Tag ein Flugzeug nach Vientianne zu bekommen. Was wir aber schnell bereut haben, da wir in typischer Massentourismus Manier in großen Gruppen mit Schiffen und Bussen durch die Gegend verfrachtet wurden. Dan, Matt und Fenja wählten den Weg über Haiphong, um dort Second Hand Klamotten zu kaufen. Für den Flug nach Vientianne ergatterten wir gerade noch so die letzten Plätze am nächsten Tag. Der Dialog mit der Angestellten des Reisebüros war aber dennoch recht präzise: "Wir möchten gerne nach Vietianne fliegen", "Wann?", "Jetzt!".
Also blieben wir noch eine Nacht in Hanoi und zogen mit Dan und seinen Freunden aus England durch das Nachtleben von Hanoi. Details nur im vertraulichen Gespräch ;-) Matt und Fenja sind vorher bereits mit dem Bus Richtung Norden weitergezogen, um diesen Teil Vietnams zu erkunden. Laos hatten sie bereits hinter sich.
Geschrieben von Hanta am 23.01.2006

